Galicien unter der Lupe: Strategie und Kontrolle als Reaktion auf das natürliche Radonrisiko

  • Galicien ist in Spanien führend im Hinblick auf das natürliche Radonrisiko; mehr als 91 % der Gemeinden sind betroffen.
  • Radon ist ein geruchloses und farbloses radioaktives Gas, das in Granitböden entsteht und sich in Innenräumen ansammeln kann.
  • Die Vorschriften schreiben die Messung und Überwachung der Radonwerte an gefährdeten Arbeitsplätzen und Gebäuden, insbesondere in Erdgeschossen, vor.
  • Die Xunta de Galicia entwickelt eine umfassende Strategie zur Radonprävention, -erkennung, -forschung und -bewusstseinsbildung.

Allgemeines Bild des Naturrisikos

Die Sorge vor Naturgefahren ist in Galicien größer denn je., wo die Aktualisierung der Radonkarte durch den Nuclear Safety Council (CSN) diese Gemeinde hinsichtlich der Belastung an die Spitze des Staates gesetzt hat. Nur drei galicische Gemeinden sind noch immer von der hohen Gefahr verschont geblieben, die von diesem natürlich vorkommenden radioaktiven Gas ausgeht., eine Zahl, die das Ausmaß des Problems in der Region deutlich widerspiegelt.

Radon ist ein unsichtbarer Feind, der durch die Zersetzung von Uran entsteht, das hauptsächlich in Granitböden vorkommt., in weiten Teilen Galiciens reichlich vorhanden. Dieses Gas ist geruch-, farb- und geschmacklos und gelangt normalerweise durch Risse, Abflüsse oder schlecht isolierte Fußböden in Häuser und Gebäude.. Seine Ansammlung in Räumen ohne ausreichende Belüftung stellt ein erhebliches Gesundheitsrisiko dar, da es von der WHO als die zweithäufigste Ursache für Lungenkrebs weltweit angesehen wird. und die erste für diejenigen, die nicht rauchen.

Galicien: Epizentrum der Radongefahr in Spanien

Laut der CSN-Klassifizierung liegen 91 % der galicischen Gemeinden in vorrangigen Aktionszonen. (Zone II), wo Überwachung und Kontrolle unerlässlich sind. Die meisten Städte in Ferrolterra müssen beispielsweise das Vorhandensein von Radon in Arbeitsumgebungen messen und kontrollieren., mit Ausnahme von San Sadurniño, wo ein geringeres Risiko besteht. Nur Cerdido, As Somozas und Sobrado stehen nicht auf der Liste der vorrangigen Risiken.

Die neuen Verpflichtungen für Unternehmen und Verwaltungen haben zahlreiche Kommunen, wie beispielsweise Ferrol, dazu veranlasst, Messkampagnen mit zertifizierten Geräten zu starten. Die Ergebnisse dieser Messungen sind ausschlaggebend für die Entscheidung über Korrekturmaßnahmen, wie beispielsweise eine verbesserte Belüftung, das Abdichten von Rissen oder eine bessere Isolierung des Gebäudes..

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Welche staatlichen Vorschriften zur Bekämpfung von Radon erfordern

Ab 2024 müssen an allen Arbeitsplätzen in Risikogebieten die Radonwerte gemessen werden., gemäß den nationalen Rechtsvorschriften auf Grundlage der europäischen Leitlinien für ionisierende Strahlung. Der maximale Referenzwert beträgt 300 Becquerel pro Kubikmeter (Bq/m³) im Jahresmittel, und in niedrigen Gebäuden oder Kellerräumen ist eine Messung vorgeschrieben, insbesondere wenn diese schlecht belüftet sind oder sich viele Menschen darin aufhalten.

Die Messungen müssen zwischen Oktober und Mai mit zugelassenen Geräten durchgeführt werden und Die Ergebnisse sollten Teil der Risikobewertung am Arbeitsplatz seinund stehen Behörden und Arbeitnehmern zur Einsichtnahme zur Verfügung. Bei Überschreitung der Grenzwerte verlangt das Gesetz sofortiges Handeln.

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Maßnahmen zur Radonprävention in Galicien

Die Xunta de Galicia hat mit der galizischen Strategie zur Radonreduzierung 2025-2030 einen umfassenden Ansatz verfolgt, das fünf Hauptarbeitsachsen mit demselben Ziel formuliert: Reduzieren Sie die Radonbelastung in Innenräumen und schützen Sie die öffentliche Gesundheit.

Der Regionalplan sieht die systematische Ermittlung der Radonwerte in öffentlichen und privaten Gebäuden sowie die Einführung eines epidemiologischen Überwachungssystems vor, das Daten für Krankenakten bereitstellt. interdisziplinäre Forschung in Zusammenarbeit mit Universitäten; Sensibilisierungskampagnen und praktische Leitfäden zur Risikominderung in bestehenden Wohnungen; und die Einrichtung einer abteilungsübergreifenden Kommission zur Koordinierung bereichsübergreifender öffentlicher Maßnahmen.

Engagement und Herausforderungen für ein sichereres Galicien

Angesichts der Radonproblematik in Galicien ist eine Kombination aus Bewusstsein, Gesetzgebung und koordiniertem Handeln zwischen Verwaltungen, Unternehmen und Bürgern erforderlich.Mit einer geeigneten Strategie und der Einbeziehung aller Sektoren kann das Engagement im Gassektor, auch im Erdgassektor, minimiert werden.

Die Region hat einen bahnbrechenden Fahrplan auf den Weg gebracht, der das Engagement der galicischen Institutionen für die öffentliche Gesundheit und die Reduzierung eines stillen, aber erheblichen Naturrisikos widerspiegelt. Die Kontrolle von Radon in Gebäuden und am Arbeitsplatz ist bereits jetzt eine der größten Herausforderungen der Umweltvorsorge in Galicien.und ist ein Beispiel dafür, wie Gefahren, die zwar unsichtbar sind, aber erhebliche soziale und gesundheitliche Auswirkungen haben können, frühzeitig erkannt und darauf reagiert werden können.


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