Spanien erlebt im Sommer eine außergewöhnliche Abkühlung

  • Ein Tiefdruckgebiet verursacht Instabilität und einen deutlichen Temperaturabfall.
  • Besonders stark von Regen und Stürmen betroffen sind der Norden und Osten der Halbinsel sowie die Balearen.
  • Bis zu 16 Provinzen haben Wetterwarnungen vor Regen, Wind, Wellen und extremen Temperaturen herausgegeben.
  • Am Wochenende dürfte sich die Lage verbessern und die Temperaturen wieder steigen.

Spanien kühlt mitten im Sommer ab

Der Sommer schreitet in Spanien mit einer atypischen Wetterepisode voran, gekennzeichnet durch sinkende Temperaturen und anhaltende atmosphärische Instabilität in weiten Teilen des Landes. Prognosen der staatlichen Wetteragentur (Aemet) deuten darauf hin, dass dieses Phänomen in den nächsten Tagen anhalten wird und in vielen Regionen ein für diese Jahreszeit ungewöhnliches Gefühl hinterlässt.

Der Ursprung dieser Situation ist ein Seit Mittwoch Tiefdruckgebiet, die im Norden und Osten der Iberischen Halbinsel und auf den Balearen weiterhin für instabiles Wetter sorgen werden. In diesen Gebieten ist mit bedecktem Himmel, häufigen Regenfällen und Gewittern zu rechnen, die oft von Hagel begleitet werden und in kurzer Zeit erhebliche Regenmengen anhäufen können.

Alarm in mehreren Provinzen aufgrund widriger Phänomene

Unbeständiges Wetter und Wetterwarnungen in Spanien

Nach den jüngsten Warnungen der Aemet, bis zu 16 Provinzen bleiben unter meteorologischer Alarmbereitschaft Aufgrund von starkem Regen, Stürmen, Wellen und teilweise extremen Temperaturen. Die Provinzen Barcelona, Tarragona, Albacete und Cuenca bleiben aufgrund des erheblichen Risikos von Niederschlägen und Stürmen auf der Stufe Orange. Auch für Ibiza und Formentera gilt aufgrund der Kombination von Wellen und heftigen Stürmen die gleiche Warnung.

In anderen Gebieten wie Alicante, Castellón, Valencia, Murcia, Girona, Mallorca, Almería und Granada betrifft die Warnung vor allem Regen und Stürme, während an Teilen der Mittelmeerküste und auf den Balearen weiterhin starker Wellengang zu erwarten ist. Im Südwesten der Halbinsel liegt der Schwerpunkt auf Córdoba und Jaén, wo weiterhin hohe Temperaturen herrschen, sowie auf den Kanarischen Inseln, wo Winde mit bis zu 80 km/h insbesondere Gran Canaria, Lanzarote, La Palma, La Gomera, El Hierro und Teneriffa treffen werden.

Am stärksten von der Instabilität betroffen werden die Regionen am Mittelmeer und Teile des südöstlichen Landesinneren sein., wie Ostkastilien-La Mancha und Ostandalusien. In diesen Gebieten werden heftige, stellenweise sehr schwere Regenfälle mit der Möglichkeit von Hagel erwartet. Auch das nördliche Drittel der Halbinsel bleibt nicht verschont, allerdings wird es in diesem Fall weniger stark ausfallen.

Der Rest der Halbinsel hingegen wird sich über eine größere Stabilität freuen. Im Osten des Landes und im Alborán-Gebirge ist der Himmel überwiegend bewölkt bis klar. Auf den Kanarischen Inseln ist der Himmel im Norden bewölkt, mit leichtem, lokalem Regen, während der Süden klar bleibt. Auch im Norden der Halbinsel könnten sich Nebelbänke bilden, und in Melilla und auf den Balearen wird mit etwas Dunst gerechnet.

Wetterentwicklung zum Wochenende

Das Tiefdruckgebiet wird sich am Freitag zurückziehen. Im Mittelmeer und auf den Balearen bleibt es in den frühen Morgenstunden jedoch instabil. Es besteht die Möglichkeit von vereinzelten Regenschauern, die im Tagesverlauf nachlassen. Auch im Kantabrischen Meer ist mit leichtem Regen zu rechnen, während sich die atmosphärische Stabilität andernorts festigt.

Ab Samstag dürften die Temperaturen schnell wieder auf Normalniveau zurückkehren., obwohl die Temperaturen am frühen Morgen in einigen Teilen des Landes noch kühler als üblich sein werden. Die Höchsttemperaturen steigen jedoch an und erreichen in vielen Gebieten Extremaduras und Andalusiens bis zu 38 Grad, im Nordosten, im Zentrum und im Süden sogar über 35 Grad am Sonntag. Alles deutet darauf hin, dass sich dieser Aufwärtstrend bis Anfang nächster Woche fortsetzen und im Land wieder ein sommerlicheres Klima herrschen wird.

Auf den Kanarischen Inseln das intensive Passatwindregime wird beibehalten Im Norden der höher gelegenen Inseln ist in diesen Tagen bedeckter Himmel und leichter Regen zu erwarten, während der Süden weiterhin mehr Sonnenstunden genießen wird. Zum Wochenende hin legt sich der Wind tendenziell, es herrscht eine Brise, und die Temperaturen steigen allmählich an.

In vielen Teilen Spaniens herrscht für die Sommersaison ungewöhnliches Wetter mit grauem Himmel, anhaltendem Regen, Stürmen und sogar Hagel. Obwohl die Temperaturen bis zum Wochenende wieder steigen, bietet diese Pause von der extremen Hitze eine willkommene Abwechslung mitten in der Saison und zeigt die klimatische Vielfalt, die das Land selbst in den heißesten Monaten des Jahres aufweisen kann.

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